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"Bollwerk gegen die Not": Gründung des Johanneswerks

Am 28. Februar 1951 schlossen sich in Bielefeld sieben evangelische Vereine und Stiftungen, die zwischen 1849 und 1947 gegründet worden waren, zum Johanneswerk e.V. (der Name Evangelisches Johanneswerk e.V. gilt seit 1967) zusammen:

  • Stiftung Grünau (gegründet 1849)
  • Johannesstift (gegründet 1852)
  • Marien- und Lutherstiftsverein (gegründet 1900)
  • Verein für Ev. Gemeinschaftspflege und Evangelisation (gegründet 1920)
  • Ortsverband für Innere Mission in Bielefeld (gegründet 1925)
  • Verein Volkslesehalle (gegründet 1931)
  • Ev. Hilfsverein (gegründet 1947)

Alle Stiftungen und Vereine waren Träger diakonischer Einrichtungen und einige schon seit Jahrzehnten feste Bestandteile der kirchlichen Sozialarbeit in Bielefeld und Umgebung. Das jüngste Mitglied des Johanneswerks, der Ev. Hilfsverein, hatte zwar seinen Sitz in Bielefeld, die ihm angeschlossenen Heime befanden sich jedoch in ganz Nordrhein-Westfalen.

Der Zusammenschluss machte großzügigere Arbeit möglich

Die Fusion war das Ergebnis des langjährigen Engagements von Pastor Karl Pawlowski (1898-1964) für „größere Zusammenfassungen“ diakonischer Einrichtungen, die „tragfähiger sind und großzügiger arbeiten können“. Pawlowski war schon vor 1951 der Geschäftsführer aller Rechtsträger gewesen, die sich dem Johanneswerk anschlossen.

Wichtige Ziele der neu gegründeten Dachorganisation waren:

  • eine bessere Vertretung der einzelnen Rechtsträger und ihrer Einrichtungen nach außen,
  • die Entwicklung tragfähiger Organisationsstrukturen,
  • die Erschließung neuer Arbeitsgebiete sowie
  • bessere soziale Leistungen für die Mitarbeitenden.

Als "Bollwerk gegen die Not" und "Beitrag zum sozialen Frieden" beschrieb die lokale Presse das Johanneswerk anlässlich der Gründungsfeier im Bielefelder Johannesstift.

Zum Zeitpunkt der Gründung gehörten rund 30 Einrichtungen zum Johanneswerk, darunter Altenheime, Kinderheime, Wohnheime für Berglehrlinge, Krankenhäuser und Erholungsheime. In den Wiederaufbaujahren der Bundesrepublik Deutschland erlebte auch das Johanneswerk eine starke Wachstumsphase. Ende der 1950er Jahre war die Zahl der Einrichtungen auf rund 70 angestiegen. Eine Größenordnung, die bis heute gilt.

Aufgabenfelder, Organisationsstrukturen und Leitbilder veränderten sich im Lauf der Jahrzehnte. Heute ist das Ev. Johanneswerk ein großer diakonischer Dienstleister mit rund 6.000 Mitarbeitenden in den sechs Arbeitsbereichen Altenarbeit, Behindertenarbeit, pädagogische Arbeit, Krankenhausarbeit, offene diakonische Arbeit und Hospizarbeit.

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