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Diakonischer Auftrag

Diakonie ist die soziale Arbeit der evangelischen Kirchen. Sie geht zurück auf den biblischen Auftrag zur Nächstenliebe. Insbesondere im 19. Jahrhundert wurde die Diakonie als wichtiger Auftrag der Kirche durch Personen wie Johann Hinrich Wichern (1808-1881) und Johann Heinrich Volkening (1796-1877) wieder entdeckt und oft in Form von Vereinen organisiert

Diakonische Hilfeleistungen sind grundsätzlich für alle Menschen offen, die diese Hilfe in Anspruch nehmen wollen unabhängig von Religion und Konfession, Herkunft und Nationalität, Alter und Geschlecht.  Das Ziel der Diakonie ist es nicht, Glauben zu wecken oder für die Kirche zu werben. Der Auftrag der Diakonie ist vielmehr, Menschen, die Unterstützung benötigen, zu helfen – voraussetzungslos, qualifiziert und effektiv. Der Mensch als Schöpfung Gottes steht in seiner Würde und Unverwechselbarkeit im Mittelpunkt. Maßstab des diakonischen Handelns ist der Wille derjenigen, die Hilfe in Anspruch nehmen. Die Selbstbestimmung hat demzufolge in allen Arbeitsfeldern des Johanneswerks einen sehr hohen Wert, gemäß dem in der Bibel überlieferten Wort Jesu: „Was willst Du, das ich für Dich tun soll?“

Grundlage: Wirtschaftlichkeit und ethische Grundsätze 

Nächstenliebe äußert sich oft als spontane mitmenschliche Hilfeleistung. Im Johanneswerk mit seinen rund 70 Einrichtungen geschieht sie jedoch vor allem professionell organisiert. Eine hohe fachliche Qualifikation ist dazu bei allen Mitarbeitenden selbstverständlich, um den diakonischen Auftrag wirksam und gut ausführen zu können. Haupt- wie Ehrenamtliche sind gut ausgebildet, fortgebildet und werden kontinuierlich begleitet. Wirtschaftlichkeit, Qualität und Messbarkeit der Leistungen und die ethischen Grundsätze der Mitarbeitenden bilden die Grundlage des Erfolgs eines großen, modernen diakonischen Dienstleisters.

Die Umsetzung des diakonischen Auftrags in den sechs Arbeitsfeldern des Johanneswerks wird aus verschiedenen Quellen finanziert. Teilweise dienen Kirchensteuern und Spenden zur Finanzierung. Doch geschieht diakonisches Handeln in Deutschland häufig im Rahmen der Sozialgesetzgebung. Überall dort, wo im Rahmen des Sozialstaats und seiner Gesetzgebung andere Möglichkeiten zur Finanzierung bestehen, werden diese – wie von allen anderen Trägern auch – in Anspruch genommen. Wo Menschen aufgrund ihrer finanziellen Situation in der Lage und teilweise auch verpflichtet sind, eigene Beiträge zur Finanzierung zu leisten, geschieht auch das.

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