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Wilhelm Florin

Foto: Stadtarchiv Gütersloh

Pastor Wilhelm Florin (1894-1944) wurde in Bad Berleburg als Sohn eines Rektors geboren. Er studierte Theologie in Tübingen und Münster und war nach dem Examen als Gemeindepfarrer in Schwerte tätig. 1929 ging er als Anstaltsgeistlicher und Religionslehrer an das Gütersloher Evangelische Stiftische Gymnasium.

Als sich um 1933 auch in Gütersloh protestantische Gruppen bildeten, die den christlichen Glauben an nationalsozialistische Ideologien angleichen wollten, hielt Florin 1934 einen öffentlichen Vortrag im überfüllten Evangelischen Vereinshaus, in dem er sich gegen die Rassenideologie wandte. Er betonte die Bedeutung des Evangeliums als Botschaft an alle Völker, unabhängig von Rasse und Blut. Der im Carl Bertelsmann gedruckte Vortrag gewann überregionale Bedeutung innerhalb der Bekennenden Kirche Deutschland.

Das Wilhelm-Florin-Zentrum erhielt seinen Namen im Jahr 2015. Zeitgleich wurden die Straße und die Bushaltestelle vor Ort nach Wilhelm Florin benannt. Vorher war das Altenheim nach Hermann Geibel (1882-1963) benannt gewesen, der zu Lebzeiten in verschiedenen Gremien des Ev. Johanneswerks ehrenamtlich tätig war. Da er in der Zeit des Nationalsozialismus jedoch auch als Richter am Bielefelder Erbgesundheitsgericht tätig war und in dieser Funktion über viele Zwangssterilisationen im Rahmen der nationalsozialistischen Rassenpolitik entschieden hatte, wollte das Johanneswerk ihn nicht weiter besonders würdigen. Pastor Wilhelm Florin bildet demgegenüber einen positiven Gegenpol.

Kontakt

Wilhelm-Florin-Zentrum
Berliner Straße 130
33330 Gütersloh

Tel.: 05241 1798329
(Ambulanter Dienst)


E-Mail: wfz@johanneswerk.de

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