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Exkursion nach Hadamar 2017

Fotos: Christine Schafhausen-Mehl

22.9.2017

Schülerinnen und Schüler der Kurse HEP 23, HEP 25 und SHV 19 machten eine Exkursion zur Gedenkstätte in Hadamar.

Nach einer zweistündigen Busfahrt erreichten wir die psychiatrische Einrichtung, in der im Zeitraum von Januar 1941 bis März 1945 ca. 14.500 Menschen mit psychischen und körperlichen Behinderungen im Rahmen des T4 Programms umgebracht worden sind. Dort angekommen teilten wir uns in zwei Gruppen auf und trafen uns in einem Seminarraum mit den jeweiligen Mitarbeitern, die uns eine Einführung in das Thema Euthanasie gaben. Anschließend gingen wir den gleichen Weg, den die damaligen Patienten von ihrer Ankunft bis zu ihrer Tötung gegangen sind.

Wir begannen an den Busgaragen, von denen aus die Busse losfuhren, um die Patienten aus den umliegenden Anstalten nach Hadamar zu transportieren. Von dort aus sind wir in einen Raum gegangen, in dem damals Krankenbetten standen, die Patienten ihre Kleidung ablegten und die von Pflegekräften verteilten, Bademantel-ähnlichen Kleidungsstücken anziehen mussten. Schließlich wurden sie einer ärztlichen Untersuchung unterzogen, bei der man eine passende Diagnose der Todesursache zuordnete. Schlussendlich sollten sie ihren Bademantel an der Tür zum Keller ablegen und wurden in Gruppen von ca. 50 Personen in die 12qm große Gaskammer geführt.

Die Stimmung in unserer Gruppe war ziemlich beklemmend und wurde noch unangenehmer, als die Mitarbeiterin uns die Orte zeigte, wo damals die Krematorien gestanden haben und die Leichen der Menschen der Reihe nach verbrannt worden waren. Abschließend besuchten wir das Massengrab, welches heute eine Gedenkstelle für die ermordeten Opfer in Hadamar ist.

Text: Ole Post, Maximilian Gulbinowicz, Deborah Rabe, Neele Kleschies, Julia Reyer

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