
Besucher des Hauptsitzes des Johanneswerks in Bielefeld sehen schon von Weitem das Markenzeichen am Torhaus.

Bei der Jahrestagung des Johanneswerks Ende 2011 stellte Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Habenicht das Markenzeichen erstmals intern vor. Fotos: Christian Weische
Bielefeld (JW). Es ist modern, es ist markant und es passt einfach zum Johanneswerk: Mit einem neuen Markenzeichen geht der große diakonische Träger in die Zukunft. „Unser neues Logo bringt auf zeitgemäße Weise zum Ausdruck, wofür wir im Johanneswerk stehen“, erklärt Vorstandsvorsitzender Dr. Ingo Habenicht. Seit Januar 2012 zeigt sich das veränderte Erscheinungsbild nach und nach an Hausfassaden, auf Schildern, Briefbögen und Visitenkarten sowie in den Medien.
Auffälliges Element des Markenzeichens ist das große J – als Anfangsbuchstabe Platzhalter für das gesamte Johanneswerk. Es ist verknüpft mit drei kleinen Quadraten, in deren Mitte sich visuell ein Kreuz abhebt, das eine sichtbare Nähe zur Diakonie zeigt. Das „Johanneswerk-Rot“ bleibt als Farbe bestimmend und wird kombiniert mit einem zurückhaltenden grauen Farbton. Das rote Quadrat setzt einen Punkt als kraftvolles Zeichen. „Das neue Markenzeichen löst das bisherige Logo mit Adler, Kreuz und Bibel ab, das inzwischen 60 Jahre alt war und einfach nicht mehr den Anforderungen an ein gutes Markenzeichen entsprach“, so Habenicht.
Johanneswerk verbindet über 70 Einrichtungen
Als sogenannte „Dachmarke“ verbindet das Ev. Johanneswerk über 70 Einrichtungen und zahlreiche ambulante Angebote in ganz Nordrhein-Westfalen. „Unsere Häuser sind vor Ort bekannt, doch wissen viele nicht, dass sie zu einem großen Johanneswerk gehören“, erläutert Habenicht. „Nun wollen wir uns also von der ‚großen Marke’ zur ‚starken Marke’ weiterentwickeln.“ Das Johanneswerk als Ganzes kann so von der guten Arbeit seiner Angebote profitieren, umgekehrt kann das Johanneswerk als professioneller und bewährter Träger die einzelnen Einrichtungen stärken.
Als weiteren Schritt auf dem Weg zur starken Marke möchte der Vorstand in diesem Jahr eine Vision entwickeln – also Vorstellungen darüber, wohin das Werk sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren bewegen soll. „Wir möchten letztendlich erreichen, dass jeder der rund 6.200 Mitarbeitenden weiß, wofür das Johanneswerk als Ganzes steht“, so Habenicht. „Nur dann können sie sich mit dem Johanneswerk identifizieren, vielleicht sogar sagen: ‚Ich bin stolz darauf, hier zu arbeiten’.“
Ideen und Konzepte leben von den Mitarbeitenden
Veränderung und Modernisierung spiegeln sich auch in mehreren innovativen Bauprojekten des Johanneswerks wider. Der Träger investiert ein Gesamtvolumen von 25 Millionen Euro in Neu- und Umbauten. „Wir möchten den Bewohnern und Mitarbeitenden in unseren Einrichtungen ein angemessenes räumliches Umfeld bieten“, erklärt Habenicht. In Bünde, Steinheim und Lemgo entstehen moderne Wohnformen für Menschen mit unterschiedlichem Pflegebedarf: Das Konzept der quartiersnahen Versorgung bietet alten Menschen eine individuelle Lebensgestaltung mit hoher Versorgungssicherheit. Auch in der Behindertenhilfe – verortet im Ruhrgebiet und im Märkischen Kreis – möchte der Träger den Bestand modernisieren und neue Standorte eröffnen. In Kierspe entsteht unter anderem ein neues Zweigwerk der Märkischen Werkstätten für Menschen mit Behinderung.
„Das Wichtigste an unserer diakonischen Arbeit sind uns aber nicht die Gebäude oder die Fachkonzepte, sondern die Beziehungsqualität“, betont Habenicht. „Unsere Ideen leben davon, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sie verantwortlich im Arbeitsalltag umsetzen.“ Deshalb legt das Werk auch im Jahr 2012 Wert darauf, seine Mitarbeitenden zu schulen und zu qualifizieren. Mit Nachwuchsförderprogrammen wie dem Johanneswerk-Jahr, dem Angebot „Karriere im Werk“ sowie Kooperationen mit anderen Trägern stellt sich das Johanneswerk darüber hinaus dem Fachkräftemangel und bietet attraktive Chancen für junge Menschen.
Ev. Johanneswerk
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