
(V.l.) Die beiden Hauptdarsteller Maximilian Weiss und Maureen Van der Westhuizen diskutieren mit Regisseurin Tanja Ackemann und Produktionsleiter Fabio Magnifico die Szene.

Sind „Ben“ und „Anna“ in der richtigen Perspektive zu sehen und gut zu hören? Patrick Jaworek (l.) und Tolga Yilmaz (3.v.l.) sind für Ton und Kamera verantwortlich. Fotos: Christian Weische
Bielefeld (JW). „Ton?“ „Läuft!“ – „Kamera?“ „Läuft!“ – „Szene 8/9, Take 6“ – „Und bitte!“ Anna schlendert die Treppe im Fachseminar für Altenpflege des Ev. Johanneswerks herunter. „Na?“, fragt sie Ben, der unten auf sie wartet und lächelt ihn an. Eigentlich läuft das Take hervorragend. Nur leider ist genau im falschen Moment ein Krankenwagen am Haus vorbeigefahren. „Den hört man“, meint der Tonmann. „Nochmal!“
Nach insgesamt neun Takes ist die Szene im Kasten. Sie ist ein kleiner Teil des Kurzfilms, den das Johanneswerk gemeinsam mit dem Bielefelder Filmemacher Fabio Magnifico dreht. Der Arbeitstitel: „Weil sie lacht“. Die Geschichte: Zufällig trifft Altenpflegeschülerin Anna auf ihren alten Schulfreund Ben. Sie gabelt ihn auf und startet mit ihm eine Tour durch ihren Berufsalltag. Dabei bekommt Ben einen realistischen Einblick in den vielseitigen Beruf des Altenpflegers.
Film zeigt schöne und schwierige Situationen des Berufs
Die Idee für den Kurzfilm entstand anlässlich des 50-jährigen Jubiläums des Fachseminars für Altenpflege. „Wir wollen mit banalen Vorurteilen aufräumen“, so die Leiterin Inge Vormann. „Altenpfleger zu sein, ist ein abwechslungsreicher und anspruchsvoller Beruf und er bietet gute Karrieremöglichkeiten.“
Als kreative Köpfe konnte das Johanneswerk nicht nur Fabio Magnifico ("Die Bielefeldverschwörung"), sondern auch die Drehbuchautorin und Regisseurin Tanja Ackemann gewinnen. Gemeinsam mit der Johanneswerk-Kommunikationsabteilung entwickelten sie die Story des Roadmovies. „In szenischen Geschichten und auch kleinen dramatischen Momenten beschreibt das Drehbuch sowohl schöne als auch schwierige Situationen des Berufs“, erklärt Tanja Ackemann.
Magnifico steht ebenfalls hinter der Idee: „Das Thema Alter betrifft uns schließlich alle.“ Um jungen Menschen das Berufsbild des Altenpflegers näher zu bringen, sei ein Film genau das Richtige. „Junge Menschen suchen sich ihre Berufsvorbilder oft in den Medien, vor allem in Filmen.“
Darsteller und Crew machen einen hervorragenden Job
Die beiden authentischen Hauptdarsteller fanden Johanneswerk und Magnifico bei einem großen Casting im Fachseminar. Maximilian Weiss (22) und Maureen Van der Westhuizen (23) konnten mit ihrem Humor und ihrer Lockerheit überzeugen und spielen Ben und Anna. Die beiden Altenpflegeschüler sind mit dem Herzen bei der Sache, denn beide lieben ihren Beruf. „Das hört sich banal an“, sagt Maureen, „aber die alten Menschen freuen sich immer so, wenn ich komme. Das ist, als hätte ich ganz viele Omas und Opas auf einmal!“. Maximilian fügt hinzu: „Durch die Begegnungen mit den alten Menschen reift und lernt man.“
Schon nach dem ersten Drehtag war klar: Die beiden machen ihren Job hervorragend. Und nicht nur sie: Ihre Schulkameraden organisieren – mit professioneller Unterstützung – den Dreh, kümmern sich um Requisiten, Maske und Catering. Penibel achten sie darauf, dass die Haare sitzen und die Requisiten genau am richtigen Ort sind. „Heute hat sogar jemand kontrolliert, ob mein Namensschild durch genau dieselben Löcher in meinem T-Shirt gesteckt ist wie gestern!“, lacht Maureen.
Verschiedene Orte und Situationen Bielefeld dienen in dieser Woche als Schauplatz für das Roadmovie. Immer mit dabei: Eine große Crew aus Profis um Magnifico und Schülern aus dem Fachseminar des Johanneswerks. Der Film wird beim Jubiläumsfest des Fachseminars und natürlich im Internet zu sehen sein.
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