Bei der Suchterkrankung handelt es sich um ein bio-psycho-sozial-spirituelles Störungsbild. Die Symptome der Abhängigkeitserkrankung zeigen sich somit in vielen Bereichen des Menschen und seiner sozialen Strukturen.
Medizinisch kommt es durch toxische Nebenwirkungen zu Schädigungen der Organstrukturen, die eine ärztliche Behandlung einschließlich medikamentöser Versorgung notwendig machen. Der chronische Suchtmittelkonsum führt psychisch zu Störungsbildern, die im Sinne einer psychiatrischen Komorbidität einzuschätzen sind. Hier bedarf es psychotherapeutischer Behandlungsformen einschließlich der Verordnung von Neuroleptika. Die Schädigungen im psychosozialen Bereich zeigen sich vor allen Dingen in der Interaktion mit Lebenspartnern, Angehörigen und Kollegen am Arbeitsplatz. Hier sind die Auswirkungen von Arbeitslosigkeit, Trennung, Führerscheinverlust und juristischen Komplikationen beim Heilungsverlauf zu berücksichtigen.
Der süchtige Mensch ist zudem ständig auf der Sinnsuche, häufig im Äußeren und selten im Inneren. Durch die chronischen Vergiftungserscheinungen im körperlichen und psychosozialen Bereich wird diese Sinnsuche erheblich gestört und bedarf in der Phase der Entwöhnung der Unterstützung durch freiwillige diakonische Angebote.
Zur Behandlung dieses komplexen Störungbildes ist ein multifaktorielles Behandlungsteam bestehend aus Ärzten, Psychotherapeuten, Sozialarbeiter, Pflegedienstmitarbeitern, Kreativtherapeuten, Ergotherapeuten und Sporttherapeuten mit Unterstützung der Verwaltung und des Haus- und Wirschaftsdienstes erforderlich.
Zahlreiche Downloads zum Thema finden Sie direkt auf der Internetpräsenz der Hellweg-Klinik Oerlinghausen, einem Fachkrankenhaus zur medizinischen Rehabilitation suchtkranker Männer.
Darüber hinaus finden Sie hier Downloads aus weiteren Bereichen der Suchtbehandlung im Johanneswerk: