
Werden die Väter - oder seltener die Mütter - inhaftiert, ist dieses für die Kinder ein einschneidendes und dramatisches Erlebnis. Die Kinder erfahren Stigmatisierungen, Diskriminierungen sowie soziale Benachteiligungen außerhalb der Familien, zum Beispiel in Kindergarten und Schule. Sozialer Halt und Sicherheit gehen verloren, Angst, Wut, Enttäuschungen und sozialer Rückzug sind mögliche Folgen, die traumatische Ausmaße annehmen können.
Ein Teil der Kinder und Jugendlichen reagiert auf diese Situation durch sozial abweichendes, zum Beispiel aggressives Verhalten. In vielen Familien wird der Grund für die Abwesenheit des inhaftierten Elternteils verschwiegen oder geleugnet. Daraus resultierende psychische Belastungen der Eltern oder Konflikte zwischen diesen können von den Kindern nicht eingeordnet werden.
Deswegen benötigen Kinder und Jugendliche aus Familien Straffälliger besondere Unterstützung. Sie haben einen Anspruch auf eine altersgerechte Vermittlung der Wahrheit über die Straffälligkeit, damit sie die massiven Veränderungen durch die Inhaftierung eines Elternteils in ihre Lebenswelt integrieren können. Die Anlaufstelle Freiräume unterstützt sie und bietet gezielte Angebote an.
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Dieses Angebot kann jede Person in Anspruch nehmen – unabhängig von Geschlecht, Religionszugehörigkeit und Nationalität. Beratung, Begleitung und Hilfestellungen sind für die Ratsuchenden kostenlos. Der Inhalt der Gespräche ist streng vertraulich.
Kontakt
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